Im Foyer des Landesarbeitsgerichts ist von Januar bis März eine Ausstellung mit Werken der Hammer Künstlerin Andrea Peckedraht zu sehen.

Andrea Peckedraht wurde 1961 in Hamm geboren. Von 1981 – 1983 studierte sie Kunst und Biologie (Lehramt), von 1983 – 1989 absolvierte sie ein Studium an der Fachhochschule Design in Münster. Ihr  Examen legte sie bei Prof. Rolf Escher ab. 1988 erhielt sie ein Stipendium der Aldegrever Gesellschaft, Atelier de Seguret/Provence. Frau Peckedraht ist u. a. Gründungsmitglied des Hammer Künstlerbundes.

Die Exponate befassen sich mit Architektur, deren Ästhetik sowie dem Spannungsfeld zwischen südlicher Architektur und Landschaft. Fassaden und die künstlerische Umsetzung von Blicken hinter die Kulissen, in die Hinterhöfe, sind wesentlicher Bestandteil der Arbeit von Andrea Peckedraht. In den Strukturbildern, die aus Naturmaterialien entstehen, setzt sich dieses Thema immer wieder fort. Erde, Sand, Asche oder Gesteinsmehl werden in vielen Schichten übereinander aufgetragen. Einritzungen, die wie Verletzungen des Bildes wirken, lassen die unteren Schichten wieder sichtbar werden und durchziehen die Arbeiten mit einer grafischen Ebene. Teilweise arbeitet die Künstlerin auch mit ungewöhnlichen Materialien wie z. B. Vogelfedern – so im Werk „Der Racheengel“, das durch die Kleist’sche Novelle „Michael Kohlhaas“ inspiriert wurde.